Skript-Timer
Füge dein Skript ein und sieh, wie lange es gesprochen wirklich dauert.
Warum Wortzahl besser ist als Seitenzahl
Eine Seite kann je nach Schrift und Zeilenabstand 250 bis 600 Wörter fassen — „zwei Seiten" sagt deshalb fast nichts über deine Sprechdauer. Wörter pro Minute ist das einzige Maß, das einen Formatwechsel übersteht, und genau das nutzen Fernseh- und Kongressproduzenten seit Jahrzehnten.
Welches Sprechtempo ist richtig?
Die meisten liegen im Gespräch zwischen 130 und 150 Wörtern pro Minute. Formale Vorträge laufen langsamer, etwa 110 bis 130, weil Pausen im Raum echte Arbeit leisten. Kurzvideo und Werbesprecher gehen über 160. Im Zweifel nimm dich eine Minute lesend auf und zähl nach: Deine eigene Zahl schlägt jeden Durchschnitt.
Plan auch die Zeit ein, in der du nicht sprichst
Der Rechner misst Sprechen, nicht Stille. Ein Hochzeitstoast muss Platz fürs Lachen lassen, eine Keynote braucht Pausen nach jedem Punkt, eine Demo muss aufs Laden warten. Als Faustregel: Schlag auf den gesprochenen Wert fünfzehn bis zwanzig Prozent auf, sobald Publikum im Raum ist.
Von der Schätzung zur echten Aufnahme
Die Schätzung bringt dich nah heran, aber der einzige echte Test ist lautes Lesen im Tempo, das du nutzen wirst. Öffne das Skript im Teleprompter, stell die vorgeschlagene Geschwindigkeit ein und mach einen kompletten Durchlauf. Bist du zu früh fertig oder zu spät, justiere und notier die Geschwindigkeit, die gepasst hat — sie stimmt ungefähr für alles, was du künftig schreibst.